Gastpost (m)eines Babys

Hi! Endlich kann ich euch auch mal schreiben. Mama macht grad irgendwas unnützes wie aufräumen, putzen oder nähen und ich haue in die Tasten. Ach so, ich bins, klein Sophia!

Ich wollte euch mal ein bisschen von mir erzählen, jetzt wo ich die Kunst des Tippens beherrsche. Ich habe fleißig geübt! Wann immer ich es in die Finger bekam, habe ich Mamas Handy bearbeitet. Habe drauf gehaun, rein gebissen, es angelutscht und runter geworfen. Manchmal fing es dann an zu leuchten! Und einmal habe ich Mama das Handy entrissen als sie mit Annika schrieb und habe little Lenya ein paar Buchstaben geschickt! Und das beste war: Meine liebste Freundin hat sofort das Handy ihrer Mama geschnappt und mir geantwortet! Unsere Mamas haben ganz schön gelacht. Komisch. Ist doch normal dass ich mal gediegen mit ner Freundin texte!
Zurück zum Thema: Ich wollte euch was über mich erzählen. Ich ziehe nämlich gern alle Aufmerksamkeit auf mich. Ich finde ich bin ja auch das Wichtigste was es gibt. Mama verdreht manchmal die Augen wenn ich wieder keine Minute allein in meinem Babyalcatraz bleiben will. Aber so ist das nun mal, von da unten sieht man nix! Und die Spielsachen sind für Babys. Ich finde Handys, Laptops, Fernbedienungen und Tempopackungen viel toller. Vor allem Tempopackungen. Wenn man erst mal diese störenden weißen Dinger raus gefummelt hat, knistern die ganz toll! Und mit der Fernbedienung kann ich machen das der Fernseher angeht. Total super. Schade dass ich die nicht so oft erwische. Aus irgendeinem Grund mag Mama das nicht. Dabei würde ich gern mal die Weihnachtsfolge von Spongebob sehen oder ein bisschen Modern Family.
Weitere Hobbys von mir sind Prospekte zerrupfen (Danke lieber Onkel, dass ich endlich weiß wie das geht!!!) und mir von meinem Opa etwas auf der Gitarre vorspielen zu lassen. Der hat super Texte! Angeblich ist das wirklich ein echter Liedtext: „Ich sitz in de Bütt und schrubb mich ab, denn gleich kommt mei Lisbeth Schrabedapdap“. Ich bin mir nicht so sicher….  Auch von meinem anderen Onkel lasse ich mir gern etwas auf der Minigitarre vorsingen. Der dichtet selbst immer ganz tolle Lieder. Der Text ist meist auch ziemlich sinnlos, aber man kann gut drauf tanzen. Auch mein Papa singt gern mit mir! Der hat aber NOCH sinnlosere Texte. Meist mixt er 2-3 Lieder zusammen. Dabei liegt das Liederbuch doch immer neben ihm… Aber macht nix, da kann ich prima lachen. Bisschen Spaß muss ja auch mal sein. Mama sieht immer alles so ernst und pädagogisch wertvoll. Was ist das überhaupt „pädagogisch wertvoll“? Kann man das essen? Anlutschen wenigstens???
Was mach ich denn noch gern… also ich treffe mich gern mit meinen Kumpelz. Meine Mädchenclique. Wartet mal ab bis wir laufen können! Dann könnt ihr euch warm anziehen. Und uns nicht. Warm anziehen ist nämlich total doof. Immer Zeug aufn Kopf! Was soll der Käse. Muss ich immer wieder runter ziehen. Manchmal rutscht es auch über die Augen. Dann geht aber sofort der Alarm los! Ich will schließlich was sehen. Apropo sehen: Bei uns zuhause sieht man bald den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Bzw die Bude vor lauter Stoff! Ich glaube Mama hat ein ernsthaftes Stoffsuchtproblem. Bergeweise liegt der bunte Kram hier! Dabei kommt sie doch eh nicht mehr zum nähen. Nähen ist nämlich langweilig. Für mich. Ich will lieber AUFMERKSAMKEIT!!! Mhh die hatte ich schon lange nicht mehr. Ich glaub ich mecker mal ein bisschen damit Mama nicht langweilig wird. Was essen könnte ich auch mal wieder.
Also tschö mit ö, bis zum nächsten Mal!
Eure Sophia

Und weil die Mama sich so über meinen Gastpost freut, fliegt der gleich zum Freutag und zu Lillesol und Pelle!

7 Gedanken zu “Gastpost (m)eines Babys

  1. Liebe kleine grosse sophia, du bist so ein aufgewecktes Mädel, da muss des sein. Vergiss nur in mitten der Technologie nicht, das die klassiker wie matsch, Grass und krabbeltiere auch ganz tolle Spielsachen abgeben! Da freut sich Mama 😉

  2. Ach, was musste ich gerade schmunzeln! Ist doch überall das Gleiche! Sag, deiner Mama, sie soll sich nicht zu sehr von dir stressen lassen! – Auch wenn’s schwer fällt!
    Ich rede mir ja immer ein: Die Kleinen werden sooooo schnell groß und dann Nabe ich ja mich alle Zeit der Welt zum Nähen! * träum*
    Liebe Grüße!

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