Meine Gedanken und Sorgen zum Reisen mit Kleinkind in exotische Länder

Nach Silvester kommt Sommer. Oder??? Heute möchte ich euch das erste Set aus dem tollen Sorgenfresserchen-Panel zeigen, dass es ganz neu bei Stoffe Hemmers gibt. Auf dem Panel sind 3 „Monster“ in verschiedenen Farben, natürlich habe ich also ganze 3 Klamöttchen genäht. Die andern beiden sind eine unzertrennliche Geschwisterkombi, die gibts nächstes Mal zu sehen. Dieses Mal fange ich mit diesem grünen Kerlchen hier an, der schon ganz auf Sommer getrimmt ist und ich lasse euch an meinen wirren Gedankengängen zum Thema Reisen mit Kindern teilhaben. Ein verrücktes Selbstgespräch mit seltsamen Sorgen. Für den Sorgenfresser. Denkt ihr auch schon an den Sommer bzw. Urlaub?

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Wie immer zunächst ein paar Zeilen zum Nähwerk. Sophia die Halbstarke trägt hier ein Sommertop nach dem Freebook von Klimperklein, das ich beispielsweise auch schon hier mit U-Booten und hier mit Kätzchen und Schnickeldi genäht habe. Das Teilchen besteht nur aus Vorder- und Rückseite und ist echt schnell zusammen getackert. Vor allem wenn man eine Cover mit Bandeinfasser hinzuzieht und nicht vergisst, diese auch an entsprechender Stelle einzusetzen. (Es muss nämlich immer ein „Anfang“ offen bleiben, also z.B. beim Halsausschnitt darf nur eine Schulternaht geschlossen sein, was ich regelmäßig vergesse. Es lebe der Auftrenner!) Also einfach das Panel als Vorderseite hergenommen (Gr. 110 passt hervorragend drauf, manche Panele sind ja recht klein, aber das hier ist echt gut.), eine Rückseite dazu, Bündchen… ah halt. Muah. Erst mal natürlich einen halben Meter Bündchen in Endlosstreifen schnippeln und aufrollen, damit man nächstes Mal gleich welches zur Hand hat. Dann einfassen, zack fertig. Ach nee, unten habe ich diesmal extra den Saum am Vorderteil angesetzt mit der Cover, und ein dekoratives Stück Webband drüber gedübelt. Die Idee ist von Farbenmix und ich finde die echt klasse, denn so als nicht-Täschchen-Näher-aber-trotzdem-Webband-Sammler muss man echt jede Gelegenheit beim Schopf packen, um Webband anzubringen. 😉
Dazu gabs noch eine Frida Hose von Milchmonster, schön mit Taschen und Häkelblümchen. Ich muss dringend mal wieder neue produzieren… hach, ich müsste so vieles.
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Definitiv MUSS ich aber an den Sommer denken. Ich habe nämlich grade kalte Füße. Was ich grade mache? Ich stehe im Schlafzimmer, in dem die Vorschriftsmäßigen 18-19 Grad herrschen, denn die Maus tobt in den andern Räumen herum. Ich habe den schlafenden Bubi umgebunden und trete auf der Stelle. Alex schläft nämlich nur, solange er denkt, dass ich laufe. Tolles Fitnessprogramm! Womit wir bei der Sommerfigur wären hahaha. Naja, jedenfalls hab ich kalte Füße und wärme mich mit Gedanken ans Reisen. Wir reisen nämlich eigentlich gern und viel. Mit Baby Alex gab es nun natürlich eine Pause beim Reisen, auch bei den Indonesien-Reisen, denn ich bin so ein Sicherheitsfanatiker und will erst mit ihm an exotische Orte, wenn er ein bisschen robuster ist und – Achtung, kontroverses Thema – seinen Impfschutz hat. Jaja, da gehen die Meinungen auseinander, das muss auch jeder für sich entscheiden und die individuellen Bedürfnisse sind da mit Sicherheit von Familie zu Familie unterschiedlich. Wir handhaben das eben so. Wobei ich still und heimlich – ok, manchmal auch laut meckernd, diejenigen Familien bzw. jungen Eltern beneide, die ihren Rucksack packen, das Baby schnappen und dann ein Jahr zu Fuß auf Weltreise gehen oder so ähnlich. Da nervt mich mein Sicherheitsbedürfnis doch sehr, und diese dämlichen zwei Seiten, die in meinem Kopf existieren. Da muss ich wohl mal meine Sorgen aufschreiben, für den Sorgenfresser, oder?!

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Die eine Seite wünscht sich: Reisen. Herumkommen. Das richtige Leben in einem anderen Land mitmachen. Mit wenig zufrieden sein. Idyllisch in einer einfachen Hütte am Strand wohnen. Haaaalt, schaltet sich die andere Seite ein. Was ist mit einem ordentlichen Badezimmer? Willst du darauf verzichten? Mhh. Und was ist mit Moskitos? Nicht nur dass sie nerven, nein, sie verbreiten auch exotische Krankheiten! Ok, wenn was ist, will ich auch ein gescheites Krankenhaus in erreichbarer Nähe haben. Also nix mit einsamer Strand auf einsamer Insel, das klingt schon eher nach Touri-Gebiet. Da ist dann aber meistens auch kein Malaria. Nagut. Dann aber viele Ausflüge zu tollen Stellen, alles entdecken! Am besten Rundreisen! Haha, ja klar, mit zwei kleinen Kindern irgendwelche hoppeligen Straßen stundenlang herumfahren. Das nervt dich doch selbst! Wie überhaupt fahren? Du Schisser traust dich doch nicht überall Auto zu fahren, weil der Verkehr z.B. in Surabaya, Indonesien, völlig chaotisch ist. (Die Schwiegermutter, die von dort kommt, traut sich das übrigens auch nicht mehr!) Und überhaupt, was ist mit Kindersitzen? Hier hast du Reboarder angeschafft, plädierst in der Familie für maximale Sicherheit, und dort dann 4 Leute und ein Sack Reis auf ein Mofa oder wie?

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Muah ok. Verdammt. Es muss doch anders gehen… Wo man einfach überall vorbei kommt ohne zu viel Aufwand… Schiff! Wir machen einfach eine Kreuzfahrt! Au ja! Überfahrt irgendwohin, das muss doch toll sein! Ja klar. Mit zwei kleinen Kindern.  Und wenn ihr alle Seekrank werdet? Überhaupt in so einer kleinen Kabine! Ja aber wenigstens wäre immer sauberes Wasser und sowas da! Ja. Und wenn einer Noro bekommt auf dem Schiff, seid ihr alle am A…. . Und damit möchte ich diesen unbefriedigenden Ausflug in meinen Kopf beenden. Ich komme momentan noch zu keinem Schluss. Möchte alles und nichts. Das lustige ist, wenn mir jemand sagen würde: „Komm auf, jetzt Weltreise, da steht das Flugzeug!“ Ich hätte wohl in 5 Minuten gepackt und wäre mit der Familie abreisebereit. Aber sobald ich anfange, wirklich darüber nachzudenken, kommen mir so viele so blöde Gedanken, dass ich nach einiger Zeit denke, Zuhause ist es auch schön. Was ein Quatsch. Die Zeit bevor Sophia in die Schule kommt wollen und werden wir zum (weiten) Reisen nutzen. Auf jeden Fall, denn die Familie in Indonesien „muss“ wieder besucht werden. Definitiv wird das süße Sorgenfresserchen Set von Sophia mit von der Partie sein und vielleicht hilft es ja, meine Sorgen zu fressen hihi. Was drum herum an Reise noch realisiert wird, steht noch in den Sternen. Ich werde auf jeden Fall berichten. Reisen mit Kindern. Am liebsten überall hin! Nur nicht drüber nachdenken. 😉

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Wie ist das bei euch? Welches „Reiseherz“ schlägt in eurer Brust? Oder seid ihr einfach gern Zuhause?
Kennt ihr auch schon meine Urlaubslinkparty? Hier sammle ich eure Beiträge von einfach allen Urlaubsarten! 😉

Das Set wandert noch bei ein paar Linkpartys vorbei:

zu meiner  Kostenlose Schnittmuster LinkpartyCoverliebeHandmade on Tuesday Dienstagsdinge Kiddikram

10 Gedanken zu “Meine Gedanken und Sorgen zum Reisen mit Kleinkind in exotische Länder

  1. Hach ist das Shirt süß geworden…und überhaupt Gedanken macht sich jede Mama…manchmal muss man einfach alles beiseite schieben und loslegen und Indonesien hach wie ich dich beneide. 🙂

    Viele liebe Grüße die Nähbegeisterte 🙂

  2. Ich kann deine Bedenken verstehen. Wo unsere Kinder klein waren hatten unsere Freunde noch keine und sind natürlich in der Welt rum gereist, Australien, USA, Kanada usw. Wir sind da nicht mit gefahren, weil wir das Gefühl hatten das das für die Kinder einfach zu stressig ist und damit dann auch für uns. Wir haben wunderbare Urlaube in Europa verbracht. Inzwischen waren wir auch mal weiter weg, aber hauptsächlich sind wir mit dem Wohnmobil unterwegs, jetzt teilweise auch mit den Enkelkindern. Und diese lieben Camping.
    Liebe Grüße
    Claudia

  3. Ich habe in den letzten 2 Monaten auch schon eifrig Sommersachen genäht – wir starten in 1 Woche nach Neuseeland für 2 Monate (zum 2. Mal). Mit dabei sind die beiden Kleinsten (4 1/2 Jahre & 17 Monate alt – kompletter Impfschutz, das erforderte geschickte Planung, war mir aber auch sehr wichtig). Mit 2 Kleinkindern (in eigenen Reisebettchen) haben wir für die ersten 4 Wochen auf der Südinsel bereits Unterkünfte gebucht – Eltern mit Baby können gut auch „ins Blaue“ starten, ein Doppelzimmer findet sich nahezu überall. Da Internet in Neuseeland nicht ganz so einfach ist, versuchen wir dieses Mal Freunde & Familie via Instagram auf dem Laufenden zu halten, damit sie sich keine Sorgen machen müssen.
    Wir freuen uns auf die Familienzeit.
    Liebe Grüße, Bettina

  4. Haha, ja was man nicht alles müsste 😀 Diese zwei Stimmen im Kopf kenne ich echt nur zu gut!!!
    Wir waren mit den Kids (jetzt 10 Monate und 3 Jahre) Verwandtschaftsbedingt schon oft in Israel unterwegs. Ging richtig super, solange alle glücklich und vor allem entspannt sind. Der nächste Plan ist ein Wohnmobil zu bauen und damit loszufahren…je nachdem wie lange wir es uns leisten können (Job etc.) werden es kürzere oder auch längere Reisen. Hach da freu ich mich schon!

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