Das Auge der Hexe – Engelsburg im elsässischen Thann

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Ein geschichtsträchtiges und ganz besonderes Ausflugsziel im Elsass: die Ruine der Engelsburg im Elsass, auch „Hexenauge“ (L’œil de la Sorcière) genannt! Etwas sonderbar und mystisch kommt sie daher, dieses Stück Turm, das einfach nicht zerstört werden wollte. Während unseres Familienurlaubs im südlichen Elsass besuchten wir das Städtchen Thann und die Ruine.

 

Das französische Städtchen Thann liegt im südlichen Elsass, umgeben von den Ausläufern der Vogesen. Eine alte Stadt, die schon viel mitgemacht hat: vom mittelalterlichen Wallfahrtsort, über Hochburg der Hexenverfolgung, mal Teil von Vorderöstereich, mal deutsch, mal französisch. Und über der Stadt liegt die Ruine der Engelsburg, einst strategisches Bollwerk mit wuchtigem Befestigungsturm, dann plötzlich ohne Bedeutung und von Ludwig XIV zur Zerstörung bestimmt.

Doch der Turm mit den dicken Mauern war wohl ziemlich hartnäckig, denn es brauchte mehrere Versuche ihn einstürzen zu lassen. Bei der Sprengung zerbrach der Turm dann in mehrere Teile, und eine aufmüpfige Scheibe des Turms blieb einfach auf der Seite liegen! Schon hatte die Stadt ein Wahrzeichen: das Hexenauge! Und wirklich, es sieht etwas seltsam aus, dieses runde Ding auf dem Berg, wenn man von der Stadt aus nach oben schaut. Ein wenig kurios, und ein wenig fühlt man sich doch beobachtet. 😉

In Thann gibt es einen großen Parkplatz, von dem aus man nach wenigen Minuten das Münster in der Stadtmitte erreicht. Drum herum befinden sich zahlreiche Restaurants, Brasserien und Pattiserien und man kann sich elsässische Gerichte wie Flammkuchen, Sauerkraut oder ein süßes Eclair schmecken lassen. Schlendert man dann zwischen den Fachwerkhäusern mit ihren hübschen Fassaden am Flüsschen Thur entlang, findet man schnell die Info Tafeln, die den Weg – oder besser gesagt die beiden Wege – hoch zur Ruine der Engelsburg weisen.

Es gibt einen kurzen und einen langen Weg, beide sind nur zu Fuß begehbar (15-30 Min). Der kurze Weg ist etwas abenteuerlich, stimmt einen etwas ein auf das mystisch angehauchte Hexenauge. Vor allem, wenn wie bei unserem Besuch in der Woche vor Ostern ausserhalb der Saison  sonst kein Mensch da ist! Die Steigung, ein paar Kurven und schon steht man Auge in Auge mit der Turmscheibe und hat einen tollen Blick über die Stadt. Angeblich kann man bei gutem Wetter sogar bis zum Schwarzwald schauen!

Dem Mann hat die Ruine gefallen, ich zitiere: „Wie Stonehenge nur ohne Touristen!“ Das kann ich natürlich nicht bestätigen, Stonehenge habe ich noch nicht besucht. Ich frage mich grade ob der Ehefrosch da wohl mal war?! Jedenfalls meint er damit die sonderbare Atmosphäre, die das Hexenauge umgibt. Der Ausflug ist mit abenteuerlustigen Kindern besonders zu empfehlen, man kann auch schön Geschichten dazu erzählen, falls man sich gerne gruselt! 😉 Ansonsten kann man hier einfach den Ausblick genießen oder wie ich in Gedanken darüber versinken, wie es früher wohl mal auf der Engelsburg war.

Dieser Beitrag wandert rüber zur Urlaubslinkparty!

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