Der erste Strampler

Von | 2017-03-02T15:08:18+00:00 Februar 16th, 2016|Nähen|9 Kommentare

Der hat vielleicht Nerven gekostet, der Strampler!!! Ich hatte extra einen super tollen Nicki Stoff besorgt mit ganz hohem BW Anteil weil das ist ja bestimmt gut so auf Babyhaut. Und der Schnitt lag auch schon bereit, und zwar habe ich hier mal das Freebook „Strampler warme Füßchen“ ausprobiert von YvaR (hier gehts zum Schnitt). Ich wollte nämlich für den Bauchzwerg uuuunbedingt einen super süßen kuscheligen Strampler MIT Füßchen und Knopfleiste zum Wickeln und allen Schickanen (die das Nähen immer so aufwendig machen *hust*).

Walstrampler1

Da das quasi der zweite Strampler war, den ich je genäht habe, dachte ich natürlich, ich krieg das alles hin. Der erste Strampler war ein Geschenk zur Geburt und ohne Füßchen und vor allem ohne die Einfassung oben sondern aus doppellagig Jersey genäht. Aber ein gefütterter Nicki-Strampler wenn der Entbindungstermin Ende April liegt? Mhh, das könnte zu dick sein. Also deshalb die Entscheidung doch „einfach“ die obere Kante nach Anleitung einzufassen. Jeder, der das schon mal versucht hat, fängt nun schon das Grinsen an oder??? So einfach ist das nämlich gar nicht, finde ich. Erst mal habe ich mir aber den Schnitt auf den Stoff aufgezeichnet und die Sticki angeschmissen. Der süße Wal ist aus der „Unterwasser Welt“ Serie von LollipopsforBreakfast. Soweit hat das ja ganz gut geklappt! Als es dann endlich ans Nähen ging war ich von dem Nicki genervt, der fusselt nämlich beim Zuschneiden und beim Nähen mit der Ovi war er auch nicht so kooperativ. Da reißen die Nähte leicht aus, weil der Stoff einfach auffusselt und die Naht dann in der Luft hängt! Urgs. Nächstes Problem: Knopfleiste, bzw. deren Belege. Ausfusselnder Nicki trifft Jersey und darauf sollen dann Knöpfe halten? Ähm ja. Sicherheitshalber habe ich mal ne Gewebeeinlage drauf gebügelt. War ganz schön frimelig, aber die Knöpfe dürften nun nicht ausreißen!!!

Walstrampler2

Dann kam die Königsdisziplin: Man nehme einen GERINGELTEN sich einrollenden Jerseystreifen und versuche damit irgendwie den wegfusselnden Rand oben einzufassen. Haha. Das war ein Spaß. Die erste Naht mit Streifen-r-auf-r-annähen hat ja noch ganz gut geklappt. Wobei die Rundungen echt schwierig sind und ich deshalb gar nicht erst die Ovi bemüht habe. Also alles fein säuberlich und ordentlich mit der normalen Maschine angenäht. Und natürlich bei den Träger NICHT den Streifen dehnen, sonst gehts ja gleich in die Hose. Soweit so gut. Dann den rollenden Miststreifen vorschriftsgemäß einschlagen und um die Naht drumrum falten und mit einer Million Stecknadeln fixieren. Dabei aber bitte nicht dehnen und die Ringel sollten auch noch gut aussehen. Da wollte ich das Teil dann wirklich in die Ecke feuern. Aber ich war tapfer. Gaaaanz langsam habe ich den Streifen gaaaaanz ungedehnt um die Kante angenäht. Das Ergebnis? Sieht ziemlich bescheiden und dilletantisch aus. Die Füßchen waren dann nochmal etwas frickelig, aber irgendwie hab ich sie ran bekommen. Aber das allerschlimmste: Nach dem Waschen ist der halbe Streifen an der oberen Kante wieder ab gewesen, weil die Naht im leeren hing. Ahhhh! Ich habs geflickt, aber ob der Zwerg wirklich diesen Strampler beim ersten Fotoshooting anhaben wird, ähm ja.

Walstrampler3
Soviel also zur Geschichte des „ersten Stramplers“ für den Bauchzwerg. Ich habe mir danach geschworen, nie wieder so ein Ding zu nähen, auch wenn sie noch so süß sind! Ich weiß nicht, wie andere (z.B. Aeffflyn, die mir immer die Nase lang macht mit ihren perfekten Einfassungen!!!) das immer so toll hin bekommen! Es ist mir echt ein Rätsel. Dann kam allerdings die Coverlock spontan ins Haus, und damit war der Ehrgeiz geweckt, doch noch einen tollen Strampler hin zu bekommen – diesmal aber nicht aus dem Nicki und vor allem mit BANDEINFASSER. Dazu später mehr. 😉

Diesen Strampler werf ich nun auf jedenfall bei ein paar Linkpartys vorbei: Zu aller erst natürlich bei meiner Linkparty für Werke nach kostenlosen Schnittmustern. Und dann noch bei Kiddikram und bei Made4Boys und HoT und DienstagsDinge. Ach ja, und auch bei Crealopee und Seasonal Sewing. Und bei SewMini!

Über den Autor:

Ich heiße Katja und lebe mit Mann und meinen Kindern Sophia (*2013) und Alex (*2016) im Rhein-Main-Gebiet. Auf meinem Blog schreibe ich über unser Familienleben, das Mama-sein, Reisen und Ausflugstipps mit kleinen Kindern sowie natürlich über das Nähen. Du findest bei mir Inspiration, Witz, Unterhaltung und Freebooks!

9 Kommentare

  1. unikatUli 16. Februar 2016 um 10:56 Uhr - Antworten

    Haha, oh du Liebe,
    da kann ich mächtig mitfühlen 🙂
    Aber für seinen Bauchzwerg nimmt man doch so einige Strapazen auf sich, oder?!?
    Nicki, näh ich echt auch nicht so gerne. Aber trotz allen widrigen Umständen find ich deinen Strampler schon echt niedlich!
    Und auf deine Bandeinfasser-Cover-Geschichte bin ich schon sehr gespannt 🙂
    Liebe Grüße,
    Uli

  2. zwerg 16. Februar 2016 um 12:05 Uhr - Antworten

    Ich hab schon mehrere Strampler (mit und ohne Fuß) genäht und ich kann sagen: Das wird nicht besser!
    Deshalb bekommen klein(st)e Kinder von mir nur noch RAS, Hemdchen oder den Mikey (der geht problemlos). Bitte nie mehr Bodies oder Strampler!

  3. ines 16. Februar 2016 um 14:42 Uhr - Antworten

    Hallo Katja,

    mir gefällt dein Strampler trotzdem! ☺
    Was sind das für Knöpfe, die du verwendet hast?

    Liebe Grüße,

    Ines

    • Katja 16. Februar 2016 um 21:37 Uhr - Antworten

      Das sind KamSnaps! 🙂

  4. Ludowica 16. Februar 2016 um 21:03 Uhr - Antworten

    Hey, der ist super geworden! Ich hab Strampler bisher nur mit Beleg genäht. *schäm* Für unsere bauchzwergin, die Anfang Mai zu uns kommt, bin ich auf wickeljäckchen umgestiegen und das einfassen wird echt von mal zu mal besser. Juhu! Ich hab allerdings auch nicht mit der königsdisziplin ringeljersey angefangen. Ich hab erst brav schrägband genommen (Stand so in der Anleitung, Jersey und schrägband zusammen finde ich aber örks) , dann bündchen, dann Jersey und daaaannnn ringeljersey:-)
    Also nur Mut!

    Wickelöffnungen haben mich auch schon zur Verzweiflung gebracht. Die ist bei dir spitze!
    Ich glaub, wir nähen entbindungsterminbedingt gerade Ähnliches!

    Liebe Grüße
    Wica

    • Katja 16. Februar 2016 um 21:38 Uhr - Antworten

      Jersey mit Schrägband? Das aber komisch…
      Ich bin ja nun weich geworden und habe eine Coverlock angeschafft, damit sollte der nächste Strampler besser werden!!! 😉

  5. Yva 21. Februar 2016 um 11:27 Uhr - Antworten

    Oh, das tut mir leid, dass Du so Probleme mit dem Einfassen hattest 🙁 aber wenn Du rechts auf rechts angefangen hast, brauchst Du den Streifen nicht nochmal auf der linken Seite einschlagen. Wenn Du dann von rechts abstepst, wird der Einfassstreifen auf jeden Fall getroffen, und der Überstand wird dann abgeschnitten. Ich schaue nochmal, ob ich das in der Anleitung etwas deutlicher beschreiben kann.
    Das Einfassen klappt mit einem Raupennähfuß sehr gut. Schau mal auf meiner Seite nach, da habe ich das vor kurzem beschrieben.
    Das Einfassen mache ich tatsächlich auch nicht mit der Overlock 😀 das klappt mit den schmalen Trägern wirklich nicht so gut. Und selbst ich habe geringelte Einfassstreifen nur quer zum Ringel bisher genommen 😀
    Trotz allem finde ich Deinen Strampler aber wirklich toll!
    Liebe Grüße

    • Katja 21. Februar 2016 um 20:49 Uhr - Antworten

      Quer geringelt!!! Auf die Idee bin ich gar nicht gekommen. Das würde ja auch noch cooler aussehen!!!
      Ich werde jetzt erst mal googeln was ein Raupennähfuß ist! 😉

  6. Stefanie 22. Februar 2016 um 10:50 Uhr - Antworten

    Oh, auf deinen Bericht bin ich gespannt. So enge Kurven habe ich mit dem Bandeinfasser auch noch nicht ausprobiert. Was aber ganz sicher nicht funktioniert, denn daran bin ich schon verzweifelt: Bänder längs mit dem Fadenlauf zuzuschneiden und mit Bandeinfasser anzunähen. Dann dehnt sich das ganze furchtbar und der Transport bleibt total stecken. Bänder immer quer zum Fadenlauf zuschneiden!
    Viele Grüße 😉
    Stefanie

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