Kätzchentop, Ballonröckchen und das Familienbett

Und noch einmal lasse ich den Sommer ausbrechen! Wie bereits hier beim Set aus Ubooten und Retroshorts erwähnt, muss ich euch noch dieses schicke Tanktop zeigen. Auch dieses war bereits im Februar-März abgelichtet worden, schließlich wollte ich die Sommergarderobe vor der Geburt von Baby Alex in trockenen Tüchern haben. In der Schwangerschaft 2.0 bei meinem ausgeprägten NÄHstbautrieb sind wahrlich genug Teile entstanden. Außer dem schicken Kätzchentop gibt es noch ein schnelles Ballonröckchen zu sehen und ich erzähle mal wieder von unserem Familienbett, dass inzwischen 4 Personen beherbergt. Mehr Chaoskindergeschichten findet ihr übrigens hier!

Katzen3

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Schlafen im Familienbett

Zuallererst: Ich möchte hier keine Diskussion über das Für und Wider des Familienbettes entfachen, sondern einfach nur lustige Anekdoten zum besten geben. Sophia hat schon immer ihr eigenes Bett und kann jeden Abend selbst entscheiden, wo sie gern schlafen möchte und zu 99% tut sie das im Familienbett und wir haben die Kuschelmaus gern bei uns. Aber im Familienbett kann viel „passieren“! 😉 Mehr Geschichten von Sophia findet ihr übrigens bei meinen Chaoskindergeschichten.

DasFamilienbett

Unser Abend sieht so aus, dass wir so zwischen 19 und 19:30 Uhr die Maus bettfertig machen und ihr dann etwas vorlesen. Da ist oft auch der Papa dabei wenn ich sie ins Bett bringe. (Wenn der Papa sie ins Bett bringt muss ich mich verdrücken, sonst lässt sie mich nicht gehen.) Danach wird der „Roller“ (Rolladen) runter gelassen, jetzt im Sommer lassen wir nur einen kleinen Spalt oben zum einschlafen, da die Sonne von der Seite kommt, im Winter etwas mehr weils da eh so dunkel ist. Außerdem gibts ein kleines Nachtlicht auf der Kommode hinter ein paar Bilderrahmen, aber gaaaanz dunkel. Mit vielen einzelnen Socken abgedunkelt. 😀 Und dann soll theoretisch geschlafen werden. Einer von uns bleibt immer mit im Zimmer, bis die Madame schläft. Sollte der Schlafbeauftragte dann noch nicht mit eingepennt sein, steht dieser wieder auf.

Manchmal ist das Einschlafen „schwierig“. Nach 3 Büchern (zum Glück konnten wir das jetzt inzwischen auf 1 reduzieren, das sie sich vorm Zubettgehen aussuchen darf), die Mama pennt schon fast, aber die kleine Chaosmaus muss erst noch ihr Kinderliederrepertoire durch singen. Wenn ihr dann keine deutschen, indonesischen oder englischen Kinderlieder mehr einfallen, summt sie oft noch ein bisschen die Mama in den Schlaf. Oder wenn sie dann müde ist, geht das Gesumme in ein „Knurren“ über und sie schläft selbst ein. Ab und zu bekommt man auch etwas liebes ins Ohr geflüstert, so wie neulich: „Bist mein kleiner Schatz!“ Hachz, ist das nicht süß? Ich: „Du bist auch mein kleiner Schatz.“ Sie: „Und der Papa ist der große Schatz!“ Oder es kommen lustige Gedanken zur Sprache. Zum Beispiel: „Die Sophia wohnt im Sophia Haus. Die Mama wohnt auch im Sophia Haus. Der Papa nicht, der macht Sport. Und Tante Desi weint weil die muss arbeiten!“ (Tante Desi wohnt in der Wohnung unter uns, wir haben ein richtiges Familienhaus!) Manchmal muss ich auch richtig lachen, wenn sie zum Beispiel erklärt: „Die Sophia hat ein Töpfchen. Der Papa hat ein Klo. Die Mama hat gar kein Klo! Aber die darf von Papa ausgeleiht.“

Nicht immer ist es so idyllisch. Öfter gibt es auch „Kriegsverletzungen“. Die Mausi schläft gern auf Mamas Arm ein, die Köpfe zusammen gekuschelt. Manchmal setzt sie sich dann nochmal spontan auf, um sich direkt wieder fallen zu lassen hin zu legen. Nicht selten tut sie das in einem anderen Winkel als sie aufgestanden ist und landet zu 90% irgendwo auf Mamas Gesicht. Während ich das hier schreibe habe ich z.B. eine dicke Lippe… 😉 Nach dem „Autsch!“ meinerseits nimmt sie dann aber immer mein Gesicht in ihre Hände, schiebt ihr Gesicht ganz dicht vor meines und flüstert: „Oh Schuldigung Mama! Alles gut.“ Und schaut ganz ernst und betroffen. Logisch, das da sofort alles wieder gut ist.

Toll-

In letzter Zeit bekomme ich auch öfter ihr kleines Ärmchen angeboten. „Mama mein Arm legen!“ Sie legt sich dann hin und ich muss meinen Kopf bei ihr auf den Arm legen. Dann flüstert sie mir im 2 Minuten Takt ins Ohr: „Is das toll Mama?“ Oft kommt auch die Aufforderung: „Deckel zu!“ dann muss Mama die Decke ordentlich über die Mausi breiten. Direkt danach kommt meistens: „Nicht Deckel!“ Falls Mama es wagt, zu Ignorationszwecken den Kopf in die andere Richtung zu drehen, kann es durchaus vorkommen, das dieser an den Haaren wieder in die „richtige“ Position gerückt wird. Oder es wird so lange auf der armen Mama herumgeklettert bis sie sich freiwillig wieder umdreht.

Neulich Abend hatten wir zum ersten Mal ein ganz anderes Thema: langsam scheint ihre Fantasie doch recht lebendig zu werden. Nicht nur dass sie Erdbeeren als Mikrofon benutzt, Kisten als Auto und Löffel als Flöten, nein, nun fragte sie ganz ängstlich: „Mama nicht ganz viel dunkel machen. Da drin eine Hexe?“ und zeigte auf die Kommode. Nach mehrmaligem versichern das da wirklich nur Socken und Unnerbuxen drin seien, war das Thema aber zum Glück bis jetzt auch wieder durch. Wie sie auf „Hexe“ kam, ist mir immer noch ein Rätsel. Grimms Märchen und dergleichen haben wir ihr noch nicht vorgelesen! Hier gibts nur völlig entschärfte Geschichten. Auch bei dem alten Buch vom Papa über eine Mäusefamilie muss ich immer ein paar Absätze umdichten, weil da die Katze eine Maus fängt und es doch recht brutal zur Sache geht.

Klar, wird im Familienbett auch mal „brutal“ um den Platz gerangelt. Selbstverständlich gewinnt dabei stehts der kleine Seestern, der gern auch mal quer am Kopfende schläft. Zum Glück bekommt meist der Papa die Füße (und die Tritte) ab! 😉 Manchmal beim Einschlafen, wenn ich denke dass sie eigentlich schon tief und fest schläft, streckt sie plötzlich den Fuß hoch in die Luft und ruft ganz laut: „Da ist der Stinkefuß!“ und lacht sich kaputt. Meist ist ihr Lachen dabei so ansteckend, dass die Mama mitlachen muss. Was sie sich natürlich sofort gemerkt  hat. Oder sie pustet mir aus heiterem Himmel so lange ins Ohr bis ich mich vor lachen kringel. Oder sie klaut mir Mitten in der Nacht die Nase indem sie dran zieht und ruft „Hab die Nase!“. Wir haben immer viel Spaß! :p

Oft gibt es Abends in Ruhe auch noch viel zu erzählen. Was man am Tag gemacht hat (wobei „Tag“ hier auch letzte Woche bedeuten kann…), was es zu essen im Kindergarten gab (zu 90% erzählt sie dabei entweder „Stäbchen und Reis“ oder „Zimt und Zucker“), oder wen sie alles lieb hat (Mama, ihre beste Freundin, ihre liebste Erzieherin. Aber NICHT den Papa hihi). Manchmal bekommt sie dann allein die Kurve hin zum Schlaf nicht, der Tag war zu aufregend. Irgendwann schnappe ich mir dann meinen kleinen Quirl, drücke ihn ganz fest an mich und halte sie fest, damit sie endlich aufhört herum zu zappeln. Meist schläft sie dann in Sekunden ein, weil sie dann endlich zur Ruhe kommt.

Toll- (1)

Auch nicht ganz ohne sind diese Momente, wenn man aufgrund von starken Schmerzen, z.B. an der Nase, aus dem absoluten Tiefschlaf schreckt. Grund ist meist die Maus, die ihren Kopf/Arm/Bein über das Mamagesicht geworfen hat und selig weiter schlummert. Oder neulich als sie mir einfach ins Gesicht gesprungen ist. Da hat es mal geknackt und die verdutzte Mama saß plötzlich da und überlegte warum jetzt eigentlich ihre Nase blutete??? Die Maus hatte die Situation schnell erfasst und meinte nur: „Oh hat die Mama ein Aua mit Blutnase. Hol ich mal ein Kühlakku!“ Und los tigerte die Maus zum Gefrierfach. Ich war überzeugt sie kommt jetzt mit einem Eis am Stil für sich wieder, aber nein, sie hat mir wirklich ganz lieb einen Kühlakku gebracht. Der war aber auch dringend nötig, immerhin hat sie mir die Nase angebrochen! o.O

Viel lustiger ist es dann schon, wenn man wach wird weil sie im Traum etwas erzählt bzw. herumschreit. Immer mal wieder vor kommt dabei „Nicht die Schuhe ausziehen!!!“, was auch immer sie da gerade träumt! Auch Essen scheint ihr im Traum häufiger zu begegnen. Apropo Essen. Vorhin beim einschlafen schmatzte es mal wieder laut neben mir. Halt, zuerst anders. Also als es vor ner Weile beim Einschlafen mal neben mir schmatzte, fragte ich die Maus was sie denn da macht. Antwort: „Mhh, schmeckt gut!“ Ich sehr alarmiert: „Was schmeckt gut???“ Sie: „Popel! Willst du auch?“ o.O So also die Vorgeschichte. Und vorhin beim einschlafen schmatzte es eben mal wieder neben mir. Ich wieder sehr alarmiert: „Was MACHST du?“ Sie ganz cool: „Gummibärchen essen.“ Und greift unter ihr Kopfkissen um eine weitere Ladung imaginäre Gummibärchen raus zu holen. „Mhh schau Mama, hab ich drei ROTE! Schmeckt gut Gummibärchen!“

Morgens ist es mit Sophia sehr unterschiedlich. Den Winter über hat das Murmeltier echt Schwierigkeiten mit dem Aufstehen gehabt. Um 8 musste ich sie wecken, damit wir wenigstens nicht ganz zu spät zum Kindergarten kommen. Und jetzt? Heute morgen um 6 Uhr wurde ich mit den Worten geweckt: „Hab ich schon geschlaft! Jetzt Frühstück!“ Wenn sie nun auch das Frühstück fertig machen würde, wäre das doch ein Grund zur Freude, oder??? Und ab damit zum Freutag! 😉