Ausflug zur ErlebnisSennerei Zillertal

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Auf die Spuren leckeren Joghurts machten wir uns, und begegneten dabei auch einem Käseroboter. Wir besuchten die ErlebnisSennerei Zillertal und die Kinder waren hin und weg! Ein absoluter Ausflugstipp, wenn ihr mal in der Nähe in Österreich seid. Hier können sich die Kinder auf dem Spielplatz des SchauBauernhofs austoben, Kälbchen sehen, mit Baby Ziegen schmusen und sich dann in der SchauSennerei ansehen, wie Käse und Butter gemacht werden. Das Highlight: Joghurtverkostung! Und ich habe etwas wichtiges gelernt, was für Schwangere interessant ist: Was „Heumilch“ bedeutet! Doch der Reihe nach. Hier ist unser Erlebnisbericht!

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SchauSennerei

Unser Tag fing Vormittags in der SchauSennerei an: Hier kann man dem Käsemeister über die Schulter schauen! Morgens herrscht hier voller Betrieb, Nachmittags aber ist mitunter nicht mehr an allen Stationen was los, deshalb macht es Sinn, hier zu starten. Gleich vorweg: Alles ist super kindgerecht aufgemacht. Für die Kleinen gibt es einen speziellen Audio-Guide, also eine Art Fernbedienung die auf Knopfdruck spricht. An den „Kinderpunkten“ muss man einfach nur die entsprechende Zahl eintippen. Für die Erwachsenen gibt es natürlich auch eine Variante des Guides, mit detaillierteren Informationen zu den einzelnen Stationen!

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Besonders spannend fanden die Kinder den Käseroboter Kasimir. Der lustige Geselle fährt ganz geschäftig zwischen den vielen Käselaiben herum, schnappt sich eine Ladung und dann werden sie gewendet und abgebürstet. So eine gläserne Produktion ist wirklich interessant! Die Kinder waren ganz neugierig, was an den Stationen geschieht und man kommt ins Gespräch über Lebensmittel, wo sie herkommen und wie sie verarbeitet werden. Sophia isst zwar immer noch keinen „anderen“ Käse, aber dass hier auch ihr geliebter Ziegenkäse hergestellt wird, fand sie toll.

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Nun weiß man, was mit der Heumilch geschieht, die von den Almen und Bauernhöfen aus der Umgebung hier verarbeitet – oder veredelt – wird. Aber Moment, Heumilch, wisst ihr überhaupt, was das ist? Ich wusste es nicht und in der Schwangerschaft mit Alex hat mich das nahezu in die Verzweiflung getrieben. Klar, Produkte mit Rohmilch soll man nicht essen wenn man schwanger ist. Aber was bedeutet „Heumilch“ in der Zutatenliste?! Ich erinnere mich, dass ich verzweifelt in verschiedenen Supermärkten die Mitarbeiter befragte, und keiner wusste was es eigentlich heißt.

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Heumilch in der Schwangerschaft?

Der Begriff „Heumilch“ sagt etwas darüber aus, wie die Tiere (Kühe, Ziegen, Schafe) ernährt werden. Bei Heumilch ist das nämlich „silofrei“, also frisches Gras und so etwas anstelle von gegärtem Kram. Das ergibt dann übrigens eine Milch, die sehr reich an Omega-3-Fettsäuren ist. „Heumilch“ ist also ein Gütesiegel was aber erst mal nichts über die Verarbeitung im Endprodukt sagt. „Rohmilch“ dagegen bezeichnet einen Verarbeitungsgrad, nämlich „nicht pasteurisiert“. Heumilch kann also Rohmilch sein, oder pasteurisierte Milch. Wenn in einem Produkt Rohmilch steckt, muss dies gekennzeichnet sein. Wenn also nicht explizit „Rohmilch“ auf dem Käse drauf steht, sondern nur „Heumilch“, dann guten Appetit, auch in der Schwangerschaft! 🙂 Übrigens, Heumilch und Bio-Milch sind nicht das gleiche. Heumilch kann Bio sein, muss aber nicht.

 

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Genuss Löffeln

Am Ende des Rundgangs durch die Käserei gelangt man zu einem kulinarischen Höhepunkt. Eine lange Reihe „Milchkannen“ mit leckerem Inhalt wartet darauf, verkostet zu werden! An die Löffel, fertig los! Zuerst die Frischmilch. Boa war die gut! Da hätte ich mir ein großes Glas statt des Löffels gewünscht… 😉

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Dann kamen die Joghurtsorten, alle. Selbstverständlich haben die Kinder auch fleißig mit gelöffelt und sind aufgedreht von einer Zapfstation zur nächsten gerannt. Alexander präferierte die Sorte… nee, kann man so nicht sagen. Der hat alles gierig vom Löffel gezutscht, was er vor den Schnabel gehalten bekommen hat! Seitdem steht er übrigens total auf Joghurt.

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Sophia hat sich, genau wie der Papa, in die Sorte Vanille verknallt. Davon hätten wir wohl eine ganze Palette mitnehmen können, die hätte den Schlag nicht gehört. Ich fand Erdbeer echt lecker, aber am allerbesten hat mir Preiselbeer geschmeckt!

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Ab Hof Verkauf

Nach der Verkostung lockt natürlich der Shop mit den Produkten, die man eben in der Entstehung beobachtet hat, und vielen weiteren regionalen Spezialitäten. Wir haben uns eingedeckt mit Joghurt – natürlich – und Graukäse. Diesen kann man wie Handkäse anmachen, also mit Essig, Öl, Salz, Pfeffer und gehackten Zwiebeln. Sowas isst man hier im Frankfurter Raum, Handkäs mit Musik! Die Graukäsevariante hat uns auch echt gut geschmeckt. Übrigens kann man die Produkte auch online im Shop bestellen, sogar bis nach Deutschland!

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Sennereiküche

Hungrig muss bei einem Ausflug in die ErlebnisSennerei keiner bleiben, das Restaurant neben dem Shop lockt mit leckeren Gerichten. Wir haben uns erst durch eine kleine Käseplatte gefuttert und dann geräucherte Forelle aus dem eigenen Teich genossen! Lecker lecker. Die Kinder haben uns sogar in Ruhe essen lassen, man glaubt es kaum. Und dazu mussten wir noch nicht mal ein Handy raus rücken! Es gibt nämlich einen Kaufladen zum spielen, eine richtig schöne Spielecke, die unsere Zwei gar nicht mehr verlassen wollten. Das gab Tränen… Doch wir wollten noch weiter, zum SchauBauernhof!

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SchauBauernhof

In klarer Bergluft machten wir uns also auf, um die Ecke, zum Bauernhof. Ich wohne ja hier in Deutschland schon äh, eher ländlich als städtisch. Aber so einen sauberen Bauernhof hab ich noch nie gesehen! Picobello ist alles, und bestens auf die kleinen neugierigen Besucher abgestimmt.

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Ein Highlight waren natürlich die vielen vielen Ziegen. Die Großen im Freigehege, die Kleinen im Stall. Ganz neugierig kamen die Zicklein heran und ließen sich streicheln. Für die Kids gab es extra Kisten zum drauf stellen, damit sie auch an die Ziegen ran konnten. Alex hat sich erst nicht so recht getraut, aber sich halb kaputt gelacht, als die eine Ziege sich plötzlich für Papas Kamera interessierte!

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Außer Ziegen gibt es auch noch Kälbchen und natürlich Kühe, die Mutti musste auch gleich streicheln, unter den ängstlichen Rufen von Töchterlein und Ehemann. Weicheier. Die Kuh war total brav! Hat nur bisschen rum gesabbert. 😉

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Lustig sind auch die vielen Schilder, die für die allgegenwärtigen Selfie-Schießer bereit hängen. Da kann man mit „Bei dir piepts wohl!“ vor den Hühnern posieren, oder zugeben, dass man den gleichen Frisör hat, wie die Kühe… 😉

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Nachdem noch das Bienen-Häusschen mit Film besichtigt war, lieferten Sophia und ich uns ein rasantes Traktorrennen. Überall finden sich tolle Spielmöglichkeiten, die im Sommer sicherlich noch viel einladender sind. Die Rutsche ging es ganz schnell runter, so eine Schneehose ist eben eine flutschige Angelegenheit! Gut dass Mama die Maus sicher aufgefangen hat. 😉Zillertal 296

Fazit

Uns hat es in der ErlebnisSennerei Zillertal sehr gut gefallen. Der Mix aus Lernen/Entdecken in der Sennerei und Bauernhof zum Anfassen ist für Kinder ideal. Und wenn die Kinder eine gute Zeit haben, dann haben das auch die Eltern, oder?! Vor allem, wenn der ganze Tag von einem guten Essen in entspannter Atmosphäre gekrönt wird. Der Daumen geht ganz klar weit nach oben.

2018-01-30T22:44:11+00:00 30. Januar 2018|Reisen|

Über den Autor:

Ich heiße Katja und lebe mit Mann und meinen Kindern Sophia (*2013) und Alex (*2016) im Rhein-Main-Gebiet. Obwohl ich diplomierte Mathematikerin bin, liebe ich es zu schreiben und zu nähen. Das ist mein kreativer Ausgleich zum turbulenten Leben mit den kleinen Chaoten!

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