Kranke Kinder im Urlaub

Von | 2017-11-07T04:04:33+00:00 November 7th, 2017|4 Kommentare

Kranke Kinder im Urlaub. Dies ist ein Blogartikel, auf den ich wohl hätte verzichten können. Trotzdem gehört es zum Urlaub mit Kindern dazu: Kinder werden krank. Gefühlt ständig. Und im Urlaub ist es nochmal so blöd. Vor allem, wenn man wirklich weit von Zuhause weg ist, zum Beispiel in Indonesien. Und dann jagt auch noch ein Infekt den nächsten… Wenn man dann als Eltern noch die Sache mit der abendlichen bzw. nächtlichen Milch komplett verbockt, ist das Chaos perfekt.

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Ich rechne ja mit so etwas, denn auch mich haut es eigentlich jedes Mal in Indonesien um. Dank der Klimaanlagen hole ich mir immer mindestens ein Mal diesen seltsamen trockenen Husten oder gleich eine richtige Erkältung. Auch eine Magen Darm Geschichte hatte ich schon Mal, kein Spaß. Mit Kindern, besonders kleinen, ist das natürlich noch viel doofer. Deshalb nehme ich immer eine recht umfangreiche Reiseapotheke mit. Entsprechend dem Alter ist was gegen Erkältung, Magengeschichten, Fieber und Schmerzen drin, im großen und ganzen. Plus Pflaster, Wunddesinfektion und Insektenschutz.

Fieber, zum Ersten

Wir sind nun 2 von 8 Wochen in Asien unterwegs und haben leider schon reichlich Gebrauch von der Reiseapotheke gemacht. Erst hatte der Mann 2 Tage Fieber und Gliederschmerzen. Direkt anschließend hatte ich meine bekannten stressbedingten Magenkrämpfe mit Kloschüsselumarmung (Dank derer ich vor einiger Zeit den „Absprung“ vom Stillen geschafft habe.) Als es mir besser ging nachts, bekam die Maus Fieber. Zwei Tage war es ziemlich hoch, ihr ging es nicht gut. Schlapp, jammerig, Gliederschmerzen. Ich kochte Kartoffelbrei wie von Oma für die Kranke, mit Kartoffeln für fast 1€ das Stück. Ein Hoch auf das Appartement, in einem Hotelzimmer gibt es ja keinen Herd! In der 3. Nacht merkte ich, dass sie wieder „kühl“ war, also überstanden. Ich drehte mich um, und stieß gegen etwas Glühendes. Nun hat es den Zwerg wohl auch noch erwischt! Dazu sind am Tag auch noch alle 4 Eckzähne durch gebrochen. Was für ein Spaß.

Milch zum k*****

Wie üblich werden die Kinder nachts mal wach und trinken noch einen Schluck Milch, die Becher stehen am Bett bereit. Kurze Zeit später beginnt – Entschuldigung – das große Kotzen. Ein besonderer Spaß in fremder Umgebung. Wir brauchen alle Handtücher auf. Morgens will ich die Becher spülen und sehe: Flocken! Hä?! Offensichtlich hat diese blöde Milch es geschafft, innerhalb von ein paar Stunden in der Nacht schlecht zu werden! Trotz Klimaanlage, also im Zimmer war es nicht krass heiss oder so! Und ich hab sie den Kindern zu trinken gegeben. Kopf –> Tisch.

Erschrecken in der Nacht

Die nächste Nacht verläuft ruhig, wenn man Mal davon absieht, dass er beim Einschlafen und im Schlaf Zuckt und sich erschreckt ohne Ende. Meine Angst ist zurück, bereichert um die Variante „exotische Krankheit“. Dank Zeitverschiebung erreichen wir per WhatsApp die Oma, die beim Kinderarzt Zuhause nachfragt. Alles ok, das sind wahrscheinlich Fieberträume. (Die dann auch ohne Fieber wieder verschwunden sind!)

Pseudokrupp in den Tropen

Nach 2 Tagen Fieber hat auch der Kleine es überstanden und das Fieber ist weg, genauso wie das nächtliche Erschrecken. Dafür fängt er an zu husten und bekommt nahtlos Pseudokrupp. Wie schön, in den Tropen geht das also auch! Mit feuchter kalter Luft ist es hier nicht so weit her, wir haben die Wahl zwischen >85% Luftfeuchtigkeit und 30 Grad draussen oder furztrockener Klimaanlagenluft bei 23 Grad. Wir entscheiden uns für ein Krankenbett am Pool und endlich nach 5 Tagen verlasse ich das Appartement! Ich bin mit den Nerven völlig fertig, mache mir nur Sorgen und habe Angst. Angst vor weiteren Krankheiten, Angst vor einem Pseudokrupp Anfall in der Nacht, Angst doch noch zum Arzt zu müssen,… Am liebsten wäre ich Zuhause. Das Tageslicht und der Blick auf die Palmen hilft mir, mich ein bisschen zu beruhigen. Der Knirps ist auch fröhlicher, trotz „bellen“.

Fieber, zum Zweiten

Am nächsten Tag sieht’s gesundheitlich ganz gut aus und wir gehen mittags in der Mall essen. Die Kinder toben ausgelassen herum – und das war wohl ein Fehler. Die ganze Nacht tut Alex kaum ein Auge zu, er hustet und hustet und weint. Am nächsten Tag sind wir wieder völlig fertig und Alex hat nach 2 fieberfreien Tagen direkt wieder das Vergnügen. Es folgen zwei Tage bzw. Nächte mit leichtem Fieber und starkem hustem. Das wäre dann wohl eine „ganz normale Erkältung“. Hoffe ich zumindest.

kranke Kinder im Urlaub

Mir reicht es jetzt ganz gewaltig mit Krankheiten im Urlaub, wir waren nun fast 2 Wochen nur im Appartement! Ohne Frischluft. Die haben wir uns immer nur mal kurz am Pool genehmigt. Das ist schon was feines, wenn man wenigstens auf Palmen schauen kann. Ich hoffe wir sind jetzt erst mal mit allem durch und können Surabaya noch ein bisschen genießen, bevor es dann demnächst rüber nach Bali geht.

 

Über den Autor:

Ich heiße Katja und lebe mit Mann und meinen Kindern Sophia (*2013) und Alex (*2016) im Rhein-Main-Gebiet. Obwohl ich diplomierte Mathematikerin bin, liebe ich es zu schreiben und zu nähen. Das ist mein kreativer Ausgleich zum turbulenten Leben mit den kleinen Chaoten!

4 Kommentare

  1. Nadja 7. November 2017 um 8:03 Uhr - Antworten

    Liebe Katja

    Oje!!! Fühl Dich gedrückt!

    Nein, das stell ich mir auch nicht spaßig vor. Wenn nur die Belastung vom nächtlichen Aufstehen und der enormen Präsenz wäre, dann ginge das ja noch einigermaßen mit den kranken Kindern (wobei das alleine schon heftig bis zehrend sein kann). Aber diese Sorgen….

    Ich kann Dir so gut nachfühlen.
    Ich wünsche euch von Herzen, dass ihr es jetzt überstanden habt und den Rest der Reise so sorgenfrei geniessen könnt, wie mit Kids nur irgendwie möglich.

    Liebe Grüsse
    Nadja

    • Katja Czajkowski 8. November 2017 um 13:51 Uhr - Antworten

      Danke Nadja für deine lieben Worte!
      Ja, die körperliche Erschöpfung steckt man noch irgendwie weg, aber das mit den Sorgen ist schon echt heftig.
      Da dreht das Mamahirn durch! -.-
      Momentan schauts gut aus, gesundheitlich, ich hoffe das beste! 🙂
      LG
      Katja

  2. Anja 7. November 2017 um 16:37 Uhr - Antworten

    Uii, das braucht echt keiner. Hoffentlich habt ihr es jetzt überstanden und könnt den restlichen Urlaub genießen.Ich drück die Daumen…

    • Katja Czajkowski 8. November 2017 um 13:52 Uhr - Antworten

      Danke fürs Daumendrücken! Ich hoffe es hilft. Momentan siehts gesundheitlich recht gut aus, ich hoffe das beste! 🙂

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