Reisevorbereitung und Kaugummiverbot in Singapur

Von | 2017-10-20T03:43:45+00:00 Oktober 20th, 2017|2 Kommentare

Reisevorbereitung

Heute erzähle ich mal wieder ein bisschen von unserer Reisevorbereitung. Reiseroute und die Probleme die sich bei den Koffer und Handgepäckmaßen ergeben, habe ich neulich schon beschrieben.Heute geht es dagegen um die verbotene Einfuhr von Kaugummi, Reisepässe, das Auswärtige Amt, Visa verlängern, beschränkte Reiseapotheke und hoffentlich nicht auftauchende Vulkanasche. Außerdem kommt ihr in den zweifelhaften Genuss meiner Handschrift und Gemälde.

Nun soll es heute also um weitere Vorbereitungen gehen. Wir haben unsere Reise ja ziemlich individuell zusammen gestellt, mit den Stops in Dubai und Singapur bevor wir in Indonesien ankommen. Es war ein ganz schönes organisatorisches Chaos, bis das alles so stand. Zumal nicht nur wir 4 fliegen, sondern ein bisschen mehr Familie unterwegs zu uns stoßen wird und mit uns weiter fliegen wird. Es mussten also nicht nur unsere Flüge günstig ausgesucht und gebucht werden, sondern noch die für 4 weitere Personen mit speziellen Bedürfnissen wie z.B. dem Mitführen eines Rollstuhls. Und natürlich sollte dann alles so getimed werden, dass die Verwandten zwar ein paar Tage später losfliegen würden, aber dann mit uns von Singapur nach Surabaya in der gleichen Maschine sitzen (und auf dem Rückweg auch). Ich sag es euch, hier saßen 2 Personen den ganzen Tag an 3 Laptops und haben geflucht weil immer, wenn etwas zusammenhängendes ausgesucht war, war es schon wieder ausgebucht. Dann wurde irgendwann unter großen Schweißausbrüchen zeitgleich aufs Knöpfchen „buchen“ gedrückt und mit viel Glück hat nun alles so hin gehauen wie wir das gedacht haben.

Reisevorbereitung 2

Visum und Reisepässe

Und wenn man so lange (also um die 8 Wochen) verreist, davon etwa 6 in Indonesien, dann benötigt man ein verlängertes Visum. Bis 30 Tage ist es überhaupt kein Problem, da kann man sogar ohne Visum einreisen (das war vor einiger Zeit noch anders!), plant man 30-60 Tage Aufenthalt, kann man ein Visa on arival erwerben: da zahlt man bei Einreise am Flughafen 35 Dollar und kann 7 Tage vor Ablauf der 30 Tage einmalig für weitere 30 Tage verlängern. Das hatten wir bei unserer letzten Reise dorthin mit Baby Sophia auch gebraucht und hatten ein ziemlich äh lustiges Erlebnis mit der zuständigen Behörde vor Ort in Surabaya. Diesmal wollten wir uns das nicht geben, und haben im Vorfeld schon alles geregelt. Dazu musste ein Familienmitglied zum Konsulat fahren, mit allen Pässen und Vollmachten und Erklärungen dass unsere Kinder unsere Kinder sind, und nun ist alles geregelt, yeah!

Ach ja, wisst ihr eigentlich, was es für ein Spaß ist, mit einem Einjährigen ein biometrisches Foto für den Reisepass zu machen?! Ach du liebe Zeit. Es hat jedenfalls mehrere Versuche gebraucht, bis das Foto anerkannt wurde. Ja, wir brauchen einen Reisepass, ein Kinderreisepass wird nämlich nicht überall anerkannt! Auch für Sophia mussten wir einen neuen machen, obwohl ihrer noch gültig war. Aber da sie auf dem Foto erst ein knappes Jahr alt war, und folglich nicht mehr erkennbar, wurde uns nahegelegt, einen neuen zu beantragen. Sonst hätte es sein können, dass es Probleme gibt.

Reisevorbereitung 3

Informationen vom Auswärtigen Amt

Tja nun steht ja alles, alle „großen Dinge“ sind fest. Bleibt noch, die „kleinen Dinge“ zu Regeln, und in Erfahrung zu bringen. Dabei hilft mir die Seite vom Auswärtigen Amt, die ich an dieser Stelle mal jedem empfehlen möchte, der weiter als Mallorca oder so reist. Nein, dies ist kein Werbebeitrag 😀

Beim Auswärtigen Amt findet man richtig viele Informationen für sein Reiseland. Nicht nur Reisewarnungen (die man sich aber ruhig auch mal ansehen kann!), sondern viel wissenswertes und viel wichtiges! Beispielsweise Infos zum Visum. Oder einfach Infos wie was in dem Land üblich ist. Woher soll man das auch sonst so genau wissen? Hier erhält man jedenfalls verlässliche Informationen. Ebenso findet man z.B. Informationen wie man sich bei Erdbeben zu verhalten hat. Ich gebe zu, das wusste ich nicht! Warum auch, hier wackelt die Erde ja eher nicht so, in Indonesien schon. Gut wenn man das mal überflogen hat. Und mit dem Mount Agung auf Bali, der eventuell demnächst ausbricht, puh. Die unmittelbare Gefahr durch Lava oder so ist wohl gar nicht so schlimm, das Gebiet ist sowieso kilometerweit abgesperrt.  Oarr… ich hab immer das Bild von so nem riesigen Krater vor Augen, der „früher mal“ ein Vulkan war… Ich hoff mal nicht, dass der ganze Berg weg fliegt. o.O Aber es gibt auch eine Guideline für das Verhalten bei einer Vulkanaschewolke. Man soll da z.B. nicht raus gehen, braucht vielleicht eine spezielle Atemmaske wenn man sich im Freien aufhält und dergleichen steht da drin. Außerdem findet man Informationen zu Zollbestimmungen, was ja für Reisende nicht uninteressant ist.

Zollbestimmungen Singapur

Zollbestimmungen und Kaugummi

Da gibt es für uns „normale“ Bestimmungen, aber auch Kurioses, an das man im Leben nicht gedacht hätte. Oder hätte jemand von euch gewusst, dass man in Singapur mit mal mindestens einer Geldstrafe (bei Männern evtl. auch Prügelstrafe!) rechnen muss, wenn man Kaugummi dabei hat?! Stellt euch das mal vor! Wie viele von uns haben immer irgendwo ein Päckchen Kaugummi in der Tasche rumfliegen! Zack biste am A****. Kein Kaugummi also in Singapur. Kann man ja auch verstehen, die Stadt soll ja blitzsauber sein! Und wenn trotz Verbotsschild öffentlich Essen oder Getränke verzehrt wird, wird man auch direkt zur Kasse gebeten!

Reiseapotheke

 

Reiseapotheke

Woran man unbedingt mal denken sollte: auf die persönliche Reiseapotheke kann so einiges an Zollbestimmungen zutreffen! Es gibt da je nach Land genaue Listen, welche Wirkstoffe in welcher Dosierung nicht erlaubt sind. Gerade für Singapur und Dubai habe ich genau geprüft, ob wir für irgendwas eine Genehmigung brauchen (vom Arzt und Notar unter Umständen!), oder ob ich auf andere Präparate ausweichen kann.

Was gehört überhaupt rein, in so eine Reiseapotheke? Ich werde euch hier keine ultimative Liste mit den 15 besten Präparaten präsentieren. Sowas soll jeder persönlich nach Bedarf und Anfälligkeit entscheiden! Der eine bekommt schnell was mit dem Magen, der andere hat vielleicht dauernd Halsschmerzen oder Migräne! Am besten im Vorfeld mal aufschreiben, mit welchen „Krankheiten“ man rechnen muss. Wir zum Beispiel holen uns JEDES Mal in Indonesien mindestens eine Erkältung ab. Man schwitzt eigentlich immer, und dann diese wirklich saukalten Klimaanlagen. Wenn du da im Zug sitzt, was sich ja nicht immer vermeiden lässt, zack krank. Und einmal hat uns ne Magengeschichte dahingerafft. Auf jeden Fall sollte man an Fieberthermometer und ein paar Pflaster für die Kids denken!

Über den Autor:

Ich heiße Katja und lebe mit Mann und meinen Kindern Sophia (*2013) und Alex (*2016) im Rhein-Main-Gebiet. Obwohl ich diplomierte Mathematikerin bin, liebe ich es zu schreiben und zu nähen. Das ist mein kreativer Ausgleich zum turbulenten Leben mit den kleinen Chaoten!

2 Kommentare

  1. Astrid 22. Oktober 2017 um 22:37 Uhr - Antworten

    Interessanter Beitrag, danke. Die Seite des AA ist wirklich zu empfehlen, leider die Liste der Medikamentendokumentation nur auf englisch ….
    LG, astrid

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